Stadtführungsangebote

Auf Entdeckertour zu »955« durch Augsburg

»Schlacht auf dem Lechfeld« Augsburg

 

In Augsburg gibt es mehrere Möglichkeiten, der Zeit Bischof Ulrichs und König Ottos näher zu kommen:

 

Diözesanmuseum: Das Diözesanmuseum St. Afra zeigt zwei Gewänder des Bischofs Ulrich sowie Gemälde und Skulpturen des Heiligen. Ferner kann man im Museum einen Teil der Domklosteranlage sehen, die Bischof Ulrich erbauen ließ und somit die Lebenswelt eines Kirchenfürsten des 10. Jahrhunderts nachempfinden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Museumsseite: www.museum-st-afra.de

 

Stadtrundgang Domviertel: Noch heute lassen sich der Umfang und die Ausdehnung der Stadt Bischof Ulrichs, die im August 955 von den Ungarn belagert worden ist, anhand von Stadtplänen, wie sie z.B. beim Südportal des Domes stehen, gut erkennen. Der älteste Teil der Domkrypta stammt noch aus der Zeit Bischof Ulrichs und wurde um das Jahr 930 errichtet. Im Mittleren Pfaffengässchen sieht man noch sehr gut Reste einer Stadtmauer, deren Fundamente aus der Zeit Bischof Ulrichs stammen, nachdem er befohlen hatte, die Stadt gegen die Ungarn mit einer Mauer zu befestigen. Beim Anwesen Mittleres Pfaffengässchen 25 steht in einer Nische die Figur des hl. Laurentius aus der Zeit um 1500. Die heutige Figur ist eine moderne Kopie, das Original ist nach einer gründlichen Renovierung heute im Maximilianmuseum zu sehen. Am Festtag des hl. Laurentius, dem 10. August, wurde im Jahr 955 die Schlacht auf dem Lechfeld geschlagen. Beim Mauerberg bekommt man eine Ahnung von der Lage des Osttores, wo im August 955 heftige Abwehrkämpfe gegen die anstürmenden Ungarn tobten.

 

Bildquelle: https://commons.wikipedia.org/wiki/​File:Statuen_vor_dem_Augsburger_dom.jpg

Stadtführung Ungarn/Lechfeldschlacht

 

Ausgehend vom Südportal des Domes, in dessen Nähe ein 1986 aufgestellter Brunnen Bischof Ulrich als streitbaren Kämpfer gegen die Ungarn zeigt, lässt sich sehr gut eine Stadtführung zum Thema Ungarn/Lechfeldschlacht beginnen, die bis zur Kirche St. Ulrich und Afra am südlichen Ende der Altstadt führt.

 

Stationen dieser Stadtführung sind u.a.: Das Weberhaus, das an der Ostseite in einem großen Fresko aus den Jahren 1958/59 die Schlacht auf dem Lechfeld zeigt, da die Weber sich über viele Jahrhunderte gerühmt hatten, maßgeblich zum Sieg König Ottos beigetragen zu haben, was historisch aber nicht zu beweisen ist. Bei den Fuggerhäusern in der Maximilian ist ein Hinweis auf den »ungarischen Handel« des Hauses Fugger angebracht, bei dem die Fugger die Kupfer- und Bleivorkommen Ungarns in den Jahren von 1494-1547 ausgebeutet haben und dadurch sagenhaft reich wurden.

 

Im weiteren Verlauf der Maximilianstraße nach Süden zeigt ein Haus (Hausnummer 62) ein Relief mit der Lechfeldschlacht, etwa in der Mitte der 1950er Jahre entstanden. Interessant bei dieser Führung ist auch der Hinweis, dass die »Untere Maximilianstraße« 1955 zum Jubiläum der Lechfeldschlacht in »Ulrichsplatz« umbenannt worden ist. Bei St. Ulrich und Afra angekommen, gibt es eine weitere Möglichkeit zu einer Themenführung.

Kirchenführung St. Ulrich zum Thema Lechfeldschlacht

 

Besonders geeignet zum Thema Lechfeldschlacht ist ein Besuch der Basilika St. Ulrich und Afra. Dort ist in der Krypta nicht nur der hl. Bischof Ulrich in einem prächtigen Grab aus dem Jahr 1762 bestattet, in der Heiltumskammer ist auch das Ulrichskreuz zu bewundern, das 1494 von Jörg und Nikolaus Seld geschaffen worden ist. Das Ulrichskreuz enthält eine Reliquie, ein hölzernes Siegeskreuz, das der Legende nach dem Bischof in der Schlacht von einem Engel überreicht worden sein soll.

 

Durch ein Türfenster ist das Ulrichskreuz jederzeit zu besichtigen, auch wenn die Heiltumskammer geschlossen sein sollte. In der Simpertkapelle findet sich eine Wandmalerei aus der Zeit um 1680, die die Schlacht auf dem Lechfeld zeigt und wie Bischof Ulrich das hölzerne Siegeskreuz überreicht wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Regio-Seite der Stadt Augsburg.

www.augsburg-tourismus.de/de/fuehrungen

Exkursion / Tagesfahrt Lechfeldschlacht

 

Auf dieser für Busgruppen konzipierten Tagestour erkundet man wichtige Stationen zum Thema in der Region Augsburg, erfährt spannendes zum Schlachtenverlauf und den möglichen Anmarschwegen. Ausgangspunkt der Exkursion ist die Stadt Augsburg, ein Brennpunkt der Ereignisse des Jahres „955“. In der Kirche St. Ulrich und Afra befindet sich das Grab des hl. Bischof Ulrich, der neben König Otto die zentrale Figur der Lechfeldschlacht auf deutscher Seite war. Im Diözesanmuseum gibt es noch Kleidungsstücke und Reste der Palastmauern des Bischofs zu entdecken. Die altehrwürdige Stadt Augsburg wurde am 8. und 9. August 955 von den Ungarn belagert. Bischof Ulrich konnte jedoch mit seinen Mannen die Ungarn so lange abwehren, bis König Otto mit seinem Heer am 10. August den Sieg über die Ungarn in der Lechfeldschlacht davontrug. Diese Ereignisse werden im Königsbrunner Informationspavillon mit modernster Museumstechnologie und anhand drei aufwendig gestalteter Dioramen präsentiert. In der nahegelegenen Ulrichskirche zeigt ein Deckenfresko den hl. Bischof Ulrich und das von den Ungarn belagerte Augsburg.

 

Die Fahrt führt weiter nach Schwabegg zur Haldenburg. Die Befestigungsanlage aus der Ungarnzeit bot Bischof Ulrich 953/954 Schutz beim Aufstand Liudolfs gegen seinen Vater, König Otto I.
Auch der Buschelberg bei Fischach ist als ungarnzeitliche Wallanlage mit bestens erhaltenen Reiterannäherungshindernissen ein eindrucksvolles Zeugnis der Wehrtechnik des 10. Jahrhunderts.

Das „St. Ulrichsmarterl“ bei Todtenweis erinnert an die Sage, dass hier einst Bischof Ulrich die deutschen Truppen vor der Schlacht gesegnet haben soll. Auch hier gibt es eine Ungarnschanze. Ein besonders eindrucksvolles Zeugnis der Lechfeldschlacht ist ein ungarnzeitliches Pferdegeschirr, welches hier 2011 gefunden wurde.
Als letzte Station der Bustour bietet sich Kissing an. Dort war beim „Gunzenlee“ das Lager der Ungarn. Eine Gedenktafel am Kissinger Rathaus erinnert an die Ereignisse des Jahres 955 in unserer Region.

 

Auf dem Rückweg nach Augsburg kann man an der Ulrichsbrücke noch einen kurzen Stopp einlegen. Dort erinnert das 1955 eingeweihtes Denkmal (Ulrichsstein) an die Lechfeldschlacht und zeigt, wie die Ereignisse des Jahres 955 in der Zeit des Kalten Krieges gesehen worden sind.

Rad- und Wanderwege

Unterwegs auf den Spuren der Geschichte – zu Fuß und per Rad

Radwandern und Wanderwege

 

Die Landkreise Augsburg-Land und Aichach-Friedberg sowie die Stadt Augsburg weisen ein enges Radwegenetz auf, so dass viele Stationen des Geschichtspfades gut mit dem Fahrrad erreicht werden können. Einen Überblick über das Radwegenetz mit Infotipps bietet die Broschüre »Radwandern in Bayerisch-Schwaben« aus dem context-Verlag, herausgegeben vom Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben.

 

Neben dem Ausbau des Radwegenetzes ist in den vergangenen Jahren auch die Zahl der Wanderwege – auch im Zusammenhang mit dem Jakobspilgerwesen – deutlich angestiegen.

 

Ausführliche Informationen zu Rad- und Wanderwegen in der Region finden Sie hier.