Die Schlacht bei Augsburg am 10. August 955 wird traditionell die Schlacht auf dem Lechfeld genannt. Tatsächlich ist der genaue Ort des Schlachtfeldes bis heute unbekannt. Das Schlachtfeld selber wurde bis heute nicht klar identifiziert, und es ist möglich, dass ein solcher Fund in der Zukunft noch wichtige Erkenntnisse, etwa durch die Schlachtfeldarchäologie, mit sich bringt. Es gibt immer wieder Funde von ungarischer Reiterausrüstung oder auch von Waffenresten sowohl im weiteren Umfeld von Augsburg. Daraus leiten die Finder bisweilen ab, dass das Schlachtfeld nicht, wie bislang angenommen, im Süden Augsburgs bei Königsbrunn liegt, sondern an anderer Stelle zu finden ist. Letzte Sicherheit kann nur der tatsächliche Fund mit einer Vielzahl von Pfeilspitzen und anderen Überresten einer größeren Schlacht liefern. Falls dies möglich ist. Denn die einzige sichere Ortsangabe neben der Nähe zu Augsburg ist die Nähe zum Lech, der bei Widukind von Corvey ausdrücklich genannt wird. Dabei wird der Lech bei seiner ersten Nennung von den Ungarn überraschend durchquert, die daraufhin den Tross des langen Heerzuges attackieren. Bei der zweiten Nennung gelingt es den Ungarn dagegen nicht, an anderer Stelle den Fluss zu durchqueren, weil das Ufer zu hoch ist. Die Strömung reißt sie mit sich fort. Daran ist zu erkennen, dass ein Teil des Kampfes nahe dem Ufer vor sich ging. Der damals noch nicht eingehegte Lech, der sein Bett häufig änderte und dabei viel Uferland mit sich nahm oder überflutete, konnte so natürlich das Schlachtfeld in späteren Zeiten stark verändern und Waffenteile mit sich nehmen. Der Kampfplatz selber wird vom ortsunkundigen Widukind nicht benannt, der Fluss war ihm in seinem Kloster an der Weser eine wichtige Orientierung. Heutige Funde von Waffen oder von ungarischer Reiterausrüstung aus der Zeit müssen kein Hinweis auf das Schlachtfeld sein.
Denn Widukind berichtet ausdrücklich von der finsteren Verfolgung der Fliehenden, die man nicht entkommen ließ. So können gefundene Ausrüstungsstücke auf solche versprengten Fliehenden zurückgehen. Dies umso mehr, wenn der Fundort keine stärkere Dichte von Waffenteilen oder anderen Überresten einer Schlacht aufweist. Widukind berichtet von einem große Heer aus „acht Legionen“, das durch unwegsames Gelände zog: Bayern, Franken, Schwaben, dazu noch Böhmen am Ende des Zuges. Aus Ottos Heimat waren nur wenige Sachsen dabei, da sie durch Kämpfe zuhause gebunden waren. Es war ein schwerer Kampf: „Nicht gerade unblutig war der Sieg über einen so wilden Stamm.“